Willkommen beim Geschichts- und Heimatverein Rohnstadt e.V.
 Glück auf!


Die heilige Barbara , gestiftet von der Eigentümerin des Bergwerks „Mehlbach“  und der fast 100-jährige Fahnenschrank zählen zu den Blickfängen der Ausstellung.









Rohnstädter Heimatstube in der Langenbacher Straße 4 (altes Rathaus). Öffnungszeit:      14 – 16 Uhr .

Nächster Öffnungstermin:  Sonntag, 30.06.2024

Heimatstube Rohnstadt lässt die Vergangenheit lebendig werden!

Es ist schon erstaunlich, was für eine abwechslungsreiche Vergangenheit gerade kleine Dörfer in unserer engeren Heimat haben.

In Rohnstadt beginnen die ersten Siedlungsspuren vor über 2000 Jahren in der Keltenzeit. Davon zeugen Reste einer Wallanlage und die alte „Hessenstraße“, die, aus dem Rheinland kommend, bis ins Thüringer Land führt.

Danach waren die Franken hier zu Hause, im späteren Mittelalter hatten die „Ritter zu Elkerhausen“ das Sagen (Urkunde von 1335).
1495 beginnt nachweislich der Silberbergbau auf der Grube „Mehlbach“, deren Höhepunkt in den Jahren nach 1750 lag. Die heute sehr seltenen Gulden und Taler aus „Mehlbacher Silber“ zeugen von der Ergiebigkeit des Bergwerks, in welchem bis zu 500 Bergleute arbeiteten. Schiefer- und Eisenerzbergbau schafften weitere Verdienstmöglichkeiten um Rohnstadt neben der Landwirtschaft.
Die „Weiltalbahn“ führte ab 1892 zwar nicht durch den Ort Rohnstadt, doch war der Bahnhof nur knapp 3 km entfernt und diente hauptsächlich der Erzverladung der Gruben „Riesenburg“ und „Charon“.
Heute befindet sich hier das 1911 gegründete Tiefbauunternehmen Hermann Schäfer.
Unser Eisenbahnarchiv sucht seinesgleichen!

Der Kriegerverein „Gott mit uns“,  der Radfahrerverein „Wanderlust“ und der ehemalige Männerchor „Liederkranz“ Rohnstadt (heute gemischter Chor) stehen weiterhin als Jubilare im Mittelpunkt.

Im Jahre 1899 wurde der Kriegerverein „Gott mit uns“ gegründet und würde 125 Jahre alt.
Seine Fahne, Schriftführerbuch und Stempel sind noch erhalten.

Vor 100 Jahren wurde 1924 der Radfahrerverein „Wanderlust“ ins Leben gerufen. Seine Fahne und einige wenige Bilder befinden sich in unserem Archiv, leider sind weitere Unterlagen verschwunden.

Außerdem schaffte der damalige Männerchor „Liederkranz“ Rohnstadt im Jahre 1924 ein Harmonium Marke „Hörügel“ an, wobei die Anschaffungskosten von 3000 RM von den Sängern selbst getragen wurden, und das ein Jahr nach der Hochinflation.

Besuchen Sie die „Rohnstädter Heimatstube“ und reisen Sie an Hand von zahlreichen Bildern und Urkunden aus Landwirtschaft, Bergbau, Dorfleben und Vereinen in die Zeit der Vorfahren.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Weitere Termine sind auf Anfrage möglich, Gruppen bitte nur nach Voranmeldung.

Kontakt:          Telefon: 06472/7921  -  E-Mail  -  Kontaktformular


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+++ Tag des offenen Denkmals +++

Am Sonntag, dem 10. September 2023 war das alte Rathaus von 1927 und die Rohnstädter Heimatstube in der Langenbacher Straße 4 im Rahmen der bundesweiten Aktion „Tag des offenen Denkmals“ für Besucher geöffnet.

Im Mittelpunkt stand das Gebäude, welches früher Zentrum des ehemals eigenständigen Dorfes war. 
Das nahezu unveränderte „Backes“ im Untergeschoss gibt  Zeugnis aus der Zeit, als die Rohnstädter Einwohner noch ihr eigenes Brot oder köstlichen Kuchen backten.

Im ehemaligen Gemeindesaal wurde die Sonderausstellung

„75 Jahre Währungsreform in Deutschland 1948 – 2023“ 

mit Münzen und Banknoten ab 1948 gezeigt.

An mehreren Bildertafeln erzählen unzählige Bilder aus Landwirtschaft, Bergbau, Dorfleben und Vereinen ihre Geschichte.
Besonders der Bergbau, mit seinem neuesten Highlight,
einem ca. 38 Kg schweren Erzbrocken, läßt die Historie der über 500 Jahre alten Silber-, Blei- und Kupfergrube „Mehlbach“ auferstehen.
Repliken der legendären und überaus seltenen „Mehlbachtaler und –gulden“ führen in die Zeit um 1750.
Eine separate Bilderwand gibt Einblick in die Historie der „Weiltalbahn“ zwischen Weilburg und Laubuseschbach (ab 1891/92) sowie Weilmünster und Grävenwiesbach (ab 1909).
Nutzen Sie Ferien und Urlaub, die Geschichte unserer Heimat zu erkunden.
Weitere Termine sind auf besondere Anfrage möglich, Gruppen bitte nur nach Voranmeldung. 

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.
Telefon: 06472/7921
email: metzler-rohnstadt@gmx.de
info: www.rohnstadt.de




Foto 1: Das denkmalgeschützte ehemalige Rohnstädter Rat- und Backhaus, links die alte Version im
Jahre 1915 (1920er Jahre abgerissen) und rechts das 1927 neu erbaute Gebäude (um 1960)
Foto 2: Letzter Blick in die Sonderausstellung: Währungsreform 1948



+++ 75 Jahre Währungsreform in der Heimatstube +++


Am kommenden Sonntag, dem 20. August 2023 ist von 14 – 16.30 Uhr in der LangenbacherStraße 4 (altes Rathaus) die Rohnstädter Heimatstube für Besucher geöffnet. Im Mittelpunkt steht in diesem Monat ein seltener, rund 38 Kg !! schwerer Galenit-Brocken, welcher von einem Mineralien-Sammler aus Blessenbach unserer Heimatstube übereignet wurde. 

Die seltenen „Mehlbachtaler“ und „-gulden“ wurden aus diesem Material
ausgeschmolzen. Galenit (oder auch Bleiglanz) war der Hauptsilberträger in den heimischen Erzbergwerken „Mehlbach“ bei Rohnstadt, „Hohenstein“ bei Weilmünster, „Altermann“ bei Langhecke und „Alte Hoffnung“ bei Weyer. Aus diesem Gangzug stammt auch das gezeigte
Objekt. Es wird stilgerecht auf einem ehemaligen Grundstein einer Schmelzhütte von der Audenschmiede mit der Aufschrift „GLÜCK AUF“ sowie Schlägel und Eisen präsentiert.
Weiterhin zeigen wir die Sonderausstellung: 75 Jahre Währungsreform in Deutschland 1948 – 2023 für all diejenigen, die den Wandel unseres Geldes in den letzten 75 Jahren nachvollziehen wollen. Münzen und Banknoten, welche zunächst von der „Bank Deutscher
Länder“ und ab 1950 von der „Deutschen Bundesbank“ ausgegeben wurden. 

Auch die Ausgaben der ehemaligen DDR sind berücksichtigt.
Exponate aus der Keltenzeit bis in die jüngste Geschichte sind selbstverständlich auch zu sehen. Landwirtschaft, Bergbau, Dorfleben, Schule, Vereinsleben und vor allem die „Weiltalbahn“ werden an Hand von Bildern und Urkunden präsentiert.
Das alte „Backes“ von 1927 im Untergeschoss ist ebenfalls zu besichtigen. Nutzen Sie Ferien und Urlaub, die Geschichte unserer Heimat zu erkunden. Weitere Termine sind auf besondere Anfrage möglich, Gruppen bitte nur nach Voranmeldung. 

Wir freuen uns auf Ihren Besuch


Telefon: 06472/7921
email: metzler-rohnstadt@gmx.de
info: www.rohnstadt.de












Foto 1: Silberhaltiges Galenit (Bleiglanz) aus dem Erzgangzug unserer Heimat
Foto 2: Ein Blick ins den alten Backraum entführt in vergangene Zeiten



Bergbauwanderung am 21.05.2023!



Ausflug in die bergmännische Vergangenheit

Rohnstädter Heimatkundler besuchten die Grube „Fortuna“

Bergbau ist eines der großen Themen in der Rohnstädter Heimatstube, gibt es doch in der heimischen Gemarkung und in der Umgebung unzählige stillgelegte Bergwerke auf Schiefer, Eisenerz sowie Silber-, Blei und Kupfer. Um den Mitgliedern des Geschichts- und Heimatvereins Rohnstadt e. V. diesen jahrhundertealten Broterwerb vor Augen zu führen, fuhren über 40 Interessierte, darunter Bürgermeister Koschel mit Familie, am 24.09.2022 zum letzten besichtigungsfähigen Bergwerk in der Region, der Eisenerzgrube „Fortuna“ bei Solms-Oberbiel.
Bereits auf der Hinfahrt gab es Hinweise auf den Bergbau, als die Gruppe
Philippstein und Braunfels passierte. Zwischen der Lahnbahn bei Leun und Philippstein pendelte einst die „Ernstbahn“, welche überwiegend zum
Erztransport genutzt wurde. Auf der „Fortuna“ angekommen, wurden zwei
Gruppen gebildet, welche zu unterschiedlichen Zeiten ins Bergwerk einfahren konnten. Die jeweils andere Gruppe besichtigte in der Zwischenzeit die Museumsräume und das Feldbahnmuseum. Durch das große Stollenmundloch ging es zu Fuß bis zum Förderschacht, um dann auf die 150 m-Sohle in den Berg einzufahren. Dort angekommen, ging es mit der Grubenbahn weiter in den Berg hinein, um an die alten Abbaustätten zu gelangen. Die sehr engagierte Bergführerin simulierte Sprengungen, machte einen Höllenlärm mit alten Bohrmaschinen und auch die noch vorhandenen „Schrapper“ und Lademaschinen ließen manchen Besucher die Ohren zu halten. 
Hier konnte man sich ein Bild machen, unter welchen Umständen unsere Vorfahren ihr tägliches Brot verdienen mussten. Die anwesenden Kinder staunten nur. Nach einer guten Stunde fuhr man mit der Grubenbahn und dem Förderkorb zurück ans Tageslicht. 

Da an diesem Tag kein Fahrtag des Feldbahnmuseums
war, hatte man auf Anfrage aber extra für unseren Verein eine Diesellok flott gemacht und vor einige Wagen gespannt. Im offenen Güterwagen oder im Personenwagen wurden so 2 Runden durch Wald und Feld auf schmaler Spur gefahren und die Fahrgäste erlebten noch ein Rangiermanöver.
Vor der Heimfahrt wartete ein gemeinsames Abendessen im „Zechenhaus“, womit ein gelungener Ausflug seinen Abschluss fand.


Foto 1+ 2: In 2 Gruppen fuhren die Besucher ins Bergwerk „Fortuna“ ein
Foto 3: Mit der Grubenbahn ging es ins Abbaugebiet unter Tage
Foto 4: Viel Spaß machte die Fahrt mit der Feldbahn durchs Gelände

Text und Fotos: Geschichts- und Heimatverein Rohnstadt e. V.


Neuigkeiten:

Es gibt neue Öffnungszeiten unserer Heimatstube.

Wir freuen uns über jeden Besuch!




150 Jahre altes Exponat kehrt nach Rohnstadt zurück!